Textagentur schreibenlassen
Hamburg
Ghostwriting und Lektorat


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Markus Seidel
Regenklarheit oder Die Reise auf dem schwarzen Sofa

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
13. Mai 2004

Er hätte gar nicht kommen dürfen. Nicht einen einzigen Moment hätte er zögern dürfen und also sofort absagen und ablehnen sollen. Sein augenblicklanges Zögern aber war schon die Antwort, war schon die Entscheidung zu kommen und wurde als solche auch sofort aufgefasst.
A. nämlich, die er seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen hatte und die ihm neulich in Hamburg-Altona über den Weg lief, lud ihn ein, an ihrem literarischen Nachtessen teilzunehmen, wie sie es nannte - eine Bezeichnung, die er als so erschreckend albern empfand und sofort als eine vollkommen lächerliche Anbiederung an den, wie sie einmal meinte, besessensten Dichter der Verstörungen interpretierte, dass er schon allein deswegen nicht hätte kommen dürfen.
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Markus Seidel
Ungewöhnliche-Namen-Träger

FRANKFURTER RUNDSCHAU
23. September 2000

Namen sind Schall und Rauch? Dass ich nicht lache! Fragen Sie den Einzelhändler. Ein kurioser Name - ganz gleich, ob es sich um den eines Friseursalons ("Evis Haarstudio" hat längst ausgedient, aber vor dem "Schrägschnitt" bleibt man stehen!) oder den eines Fahrradgeschäftes handelt ("Die kesse Speiche" - das hat Witz!)- ist von unerhörter Wichtigkeit und macht jeden Verbraucher neugierig. Jeder muss zusehen, wo er bleibt. Und weil die wenigsten Geschäftsinhaber genau da bleiben wollen, wo sie sind, kombinieren sie Fleiß und Geschäftstüchtigkeit mit Fantasie und Originalität - und diese beiden Schwestern geben sich schon gern bei der Namensfindung zu erkennen.
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Wie werde ich Sachbuchautor?
Ein Selbstversuch von Markus Seidel

ZEIT Wissen
Ausgabe 1/2006

Die Szene bevölkern Ethnologen, Psychologen, Biologen. Alle haben wir eine Idee für ein Sachbuch, manche einen Doktortitel, wenige von uns eine klare Struktur für ihr Projekt und keiner eine Ahnung, wie er es später am besten auf den Markt bringen kann.
Um genau diese Wissenslücken zu stopfen, sind wir hier versammelt, in dem Seminar Der Weg zum Buch, geleitet von Dr. Rainer B. Jogschies, Publizist aus Berlin.
Mit Charisma und Kompetenz führt er dabei durchs Programm.  > mehr

 

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Seit Frühjahr 2007 auf dem Buchmarkt:
Holger Groß / Robert Bohnert (Hrsg.)
Interim Management

Bearbeitet und lektoriert von:
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Hamburg

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Seit Februar 2008 auf dem Buchmarkt:
Werner Szymczak
Die Briefe der Josefine Eylandt
Redaktionelle Mitarbeit / Ghostwriting:
Textagentur schreibenlassen



Auszug aus:

Markus Seidel
Satt
Roman
© by Droemersche Verlagsanstalt München, 2003

MARIE
Marie lernte ihn vor ungefähr einem Jahr auf einem Konzert der Gruppe BOWERY ELECTRIC in Köln kennen. Es war ihr vierunddreißigster Geburtstag. Marie war allein auf diese Veranstaltung gegangen. Sie sah ihn nur an und wusste doch sofort, dass auch er allein und ohne Begleitung gekommen war, und das gefiel ihr. Und was sie auch sah: Dass er nicht einsam war, dass er vielmehr zu denen gehörte, die gern und aus freiem Willen allein sind, ebenso wie sie, und auch das gefiel ihr. Marie glaubte zu erkennen, dass er ein glücklicher Mensch war, anders als sie, die nicht glücklich war, ohne aber unglücklich zu sein. Sie war weder glücklich noch unglücklich, sie war irgendwo dazwischen. Sie wusste nicht einmal mehr, wann sie eigentlich zum letzten Mal wirklich glücklich war, so dass sie dabei alles andere vergaß. Gefragt, was Glück für sie bedeute, käme sie jedenfalls ins Grübeln. Doch Marie gehörte nun einmal nicht zu denen, die über solche Dinge nachdachten, ohne dass sie aber deswegen oberflächlich oder einfältig war. Das Denken (nennen wir es das philosophische Denken) war ihre Sache nicht, es war nicht ihr Talent - und ein Denken dieser Art ist jedenfalls auf ein Talent zurückzuführen, ebenso wie man ein Schwimmtalent sein kann oder etwa ein handwerkliches Geschick besitzt -, und das wusste sie, ohne dass es sie aber störte oder irgendwie beunruhigte. Auch sprach sie nicht viel; schon als Kind hatte sie viel geschwiegen, ja sie war tatsächlich ein ungewöhnlich stilles Kind gewesen, ohne aber deswegen scheu oder schüchtern zu sein. Sie war nur still, das war alles. Auch wenn alles stimmte, wenn sich alles so fügte, wie sie sich das vorher gewünscht oder ersehnt hatte, war sie doch nicht wirklich glücklich; sie war erleichtert vielleicht, sie konnte dann leichter und freier atmen oder klarer und leichter denken und leben, aber glücklich war sie nicht. Womöglich war sie es in der Kindheit zum letzten Mal gewesen, und vielleicht wäre ihr das auch eingefallen, wenn sie länger darüber nachgedacht hätte. Aber eben das tat sie nicht.
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Stimmen und Urteile zu Texten (Pressespiegel und Kunden) finden Sie hier >

 

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MARKUS SEIDEL

Geboren 1969 in Wilhelmshaven
Buchhändlerlehre in Hannover
Studium der Germanistik und Philosophie in Hannover, Wien, Berlin

Literaturkritiken und Beiträge u.a. für:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Berliner Zeitung
Tagesspiegel
Die Welt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Frankfurter Rundschau
Die Zeit

Lektoratsassistenz im Ullstein Verlag, Berlin

Dozent an der Volkshochschule Hamburg
(Neuer Literaturkurs: 27.Februar 2008)
www.vhs.de

Autor von fünf Büchern
- Umwege erhöhen die Ortskenntnis
- Freischwimmer
- Vom Stand der Dinge
- Und alle Zeit der Welt
- Satt

Herbst 2005
Gründung der Textagentur schreibenlassen
Büro für Lektorat und Ghostwriting

Kritik zur letzten Veranstaltung (Lesung/Hannover/Sommer 2006)

UniLiteratur: Markus Seidel zu Gast in der Hanomacke

[EO]

Am Donnerstag, d. 29. Juni, fand die dritte Lesung der Lesereihe "Literatur an der Uni" in der Hanomacke statt. Diesmal zu Gast: Markus Seidel.
Buchcover. Foto: amazon.de

Der 1969 in Wilhelmshaven geborene Autor studierte zwischen 1992 und 1994 an der Universität Hannover Germanistik und Philosophie, bevor es für ein Jahr weiter nach Wien und schließlich zum Studienabschluss nach Berlin ging. Hannover, Wien, Berlin: Das sind auch die zentralen Orte seiner Romane. Seit 1998 veröffentlichte Seidel fünf davon, der letzte, "Satt", erschien 2003.

Die Lesung war die mit Abstand bisher lockerste und heiterste. Seidel las aus seinem Erstlingswerk "Umwege erhöhen die Ortskenntnis" (1998). Ein Ich-Erzähler möchte aus Berlin raus und plant eine Reise in seine frühere Wahlheimat Wien. Doch Vorbereitung, Reise und Ankunft stellen für ihn eine permanente (und stellenweise urkomische) Reflexion über seine Umwelt dar. Das Buch ist beherrscht von einem jungen, aber nie albernen Tonfall. Es lässt einen hin und wieder an Christian Krachts "Faserland" denken, ist keine tiefe Literatur, aber sehr gekonnte Unterhaltung.

Seidel las fast eine Stunde lang - und tat dies völlig unverkrampft, musste an manchen Stellen gar selbst über seinen Text lachen ("Entschuldigt bitte, aber ich habe diese Stelle noch nie vorgelesen") und wurde nach den ersten zwei Kapiteln, die er vollständig vorgelesen hatte, gleichsam dazu genötigt, weiter zu lesen. Im dritten Kapitel brach er dann aber doch ab und stellte sich einer illustren Plauderei mit dem Publikum.

Was der sympathische Wahlhamburger dann von sich und seiner Arbeit zu erzählen wusste, war eine spannende Gradwanderung zwischen persönlichen Schicksalsschlägen (der früh gestorbene Bruder des Protagonisten hat in Seidels Bruder eine traurige Vorlage gefunden), praktischem Arbeitsalltag ("Ich hab meine Magisterarbeit einfach drei Monate vor Abgabetermin fertig gehabt und dann mit dem Schreiben begonnen") und dem Leben als Autor ("Es gibt leider nicht mehr alle meine Bücher zu kaufen - deswegen habe ich noch welche mitgebracht."), welches er allerdings momentan gegen das als Leiter einer eigenen Textagentur in Hamburg eingetauscht hat.

Am Ende standen die (...) Besucher um Seidels Tisch herum, rissen ihm selbst seine Vorleseexemplare aus der Hand und ließen sich seine Bücher signieren. Ein Autor, der keiner mehr sein will, im Zentrum einer Lesereihe. Ein Autor, der keine Bücher mehr verkauft, aber selbst sein letztes Exemplar hergeben muss. Zwar haben in der Tat nicht alle seine Romane die Qualität seines vorgetragenen Werks, aber vielleicht sollte Markus Seidel doch noch einmal darüber nachdenken, welches Leben er in Zukunft führen möchte.

Philipp Bode

 

 

Beispiel: Lektorat

Vorher
Nachher

Appartements
Über 2 Ebenen: mit zwei Schlafzimmmern eins mit Doppelbett und das andere mit zwei Einzelbetten, Wohnzimmer mit amerkanischer Küche inkl, Geschirr, Bad mit Dusche/ zwei WC. Darüber hinaus findet man eine Klimaanlage/Heizung, Wäscheständer,Telefon, Safe (kostenpflichtig), Satellitenfernsehen und eine Terrasse vor.
Appartements
Die Appartements erstrecken sich über zwei Ebenen. Zwei Schlafzimmer (mit Doppelbett bzw. zwei Einzelbetten), ein Wohnzimmer mit amerikanischer Küche inklusive Geschirr, Kühlschrank, Bad mit Dusche und Wanne, WC und Gäste-WC gehören ebenso zur Ausstattung wie eine Klimaanlage/Heizung, Telefon, Safe (kostenpflichtig), Satellitenfernsehen und eine Terrasse.



Ausgangsort Peniscola
ist eine einzigartige Stadt, dies nicht nur wegen ihrer Lage auf einem riesigen, vom Meer umspülten Felsen, der durch eine sandige Landzunge mit dem Festland verbunden ist, sondern auch aufgrund ihrer Monumente, ihrer bewegten Geschichte und der Schönheit ihrer feinen Sandstrände und Steilküsten.
Ausgangsort Peñiscola
Peñiscola liegt direkt am Mittelmeer und ist eine einzigartige Stadt: Sie befindet sich auf einem riesigen, vom Meer umspülten Felsen, der durch eine sandige Landzunge mit dem Festland verbunden ist. Auch ihre Monumente sowie ihre bewegte Geschichte sind äußerst faszinierend:



Die Strände von Peniscola mit goldfarbenen, feinem, warmen Sand, der langsam zum Meer abfällt, sind ungefähr 3 km lang und der ideale Ort um sich das ganze Jahr über zu sonnen und sich sportlich zu betätigen. An der breiten wunderschönen Promenade, die den Strand säumt, findet der Besucher viele Cafes, moderne Restaurants und verschiedenartigste Läden vor.
Die Strände von Peñiscola mit ihrem goldfarbenen, feinen und warmen Sand erstrecken sich über rund drei Kilometer und sind der ideale Ort, um das ganze Jahr die Sonne zu genießen und sich sportlich zu betätigen.
An der breiten und wunderschönen Promenade, die den Strand säumt, findet der Besucher viele Cafés, moderne Restaurants und verschiedenartigste Läden vor.





Beispiel: Pressemitteilungen

Frese macht jetzt Druck im Internet

Düsseldorf, 21.6.2006 (schreibenlassen.com) - Die Düsseldorfer Edeldruckerei Frese erweitert ihren Kundenservice durch einen Online-Shop.


Seit der Gründung im Jahr 1949 besteht der Fokus von Frese Edeldruck auf individuelle Drucksachen mit außergewöhnlicher Wertigkeit und Ästhetik. Tradition und Innovation gehen bei diesem Unternehmen, das sich auf dem Markt zwischen einer klassischen Druckerei und einer Werbeagentur positioniert hat, eine gelungene Verbindung ein: So war Frese in den 60er Jahren die erste Düsseldorfer Druckerei mit Offsetdruckmaschinen; auch der Reliefdruck, in den 70er Jahren von Amerika nach Deutschland kommend, wurde hier umgehend und in höchster Qualität umgesetzt.

Optimierung des Kundenservice

Jetzt bietet Frese dem Kunden eine neue Möglichkeit, das breite Angebot der Edeldruckerei zu nutzen. Nunmehr gibt es die Möglichkeit, über das Internet zu bestellen – unkompliziert, schnell und bequem. Das Online-Sortiment reicht dabei von Hochzeits- und Weihnachtskarten über Luxus-Visitenkarten, Hüllen und Event-Einladungen.
Manfred Jakobs, Firmeninhaber seit 1984: „Seit Jahren entwickeln wir individuelle Druckprojekte sowohl für Geschäftskunden als auch für private Drucksachen, wie etwa Hochzeitskarten, Danksagungen oder Geburtsanzeigen. Das Internet haben wir bereits frühzeitig genutzt. Der Frese-Online-Shop ist gewissermaßen die Optimierung unseres Kundenservice. Und sollte etwas im Online-Shop nicht vorhanden sein, wird es selbstverständlich individuell angefertigt.“
Gleichwohl: Die Eleganz und Qualität der Produkte dieses traditionsreichen Düsseldorfer Unternehmens lässt sich via Internet freilich nur bedingt vermitteln. Vor allem die Reliefdruck-Erzeugnisse sind von gleichsam „fühlbarer“ Einzigartigkeit und Ästhetik.

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